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Neoclassica Framework

Neoclassica Framework

Der Rezeption der Antike kam bei der Entstehung des modernen Europa eine bedeutende Rolle zu. Die Begeisterung für die Klassik hat so unterschiedliche Felder wie die Architektur, Gartenkunst, die bildenden und angewandten Künste, Literatur und selbst die Musik beeinflusst. UKlassizistische Bewegungen schufen im Zeitraum 1760 bis 1860 eine Vielzahl von Artefakten vom russischen Ural bis Brasilien und beeinflussten Urbanisierungsprozesse von Sidney über New York bis Athen.

Das Neoclassica Framework stellt ein wissenschaftliches Werkzeug bereit, das das gleichzeitige Auftreten, den Transfer und die Veränderung von ästhetischen Formen in verschiedensten Medien (wie zum Beispiel Architektur, Arbeiten der angewandten Künste, Grafiken oder Zeichnungen) untersucht.

Das Projekt stützt sich derzeit auf zwei Hauptsäulen: Die Entwicklung einer Ontologie, die eine tiefgehende Beschreibung von klassizistischen Artefakten und deren Teilen ermöglicht sowie der Entwicklung eines Moduls, das die datengesteuerte, computergestützte Klassifikation von Artefakten und Formen in digitalen Bildmedien ermöglicht. Diese beiden Hauptsäulen haben zusammen das Potential bisher unbekannte Muster in den Ausgangsdaten zu entdecken. Die Resultate beider Ansätze werden in einer formalen Wissensrepräsentation zusammengeführt.

Partner aus den Museums-, Bibliotheks-, Archiv- und Galeriebereichen werden uns mit multimodalen Artefakten versorgen, die von den beiden Teilkomponenten unseres Projektes verarbeitet werden. Wir hoffen schließlich eine Forschungsplattform zu schaffen auf der Institutionen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Inhalte einstellen können, die dann sowohl automatisch wir durch Kuratierende annotiert werden.

Neoclassica soll so zu einem Werkzeug werden, das eine Gemeinschaft von Forschenden nachhaltig bei der Verfolgung ihrer Fragen unterstützt. So kann Neoclassica etwa dazu beitragen, dem gemeinsamen Vorliegen korrespondierender Formen in verschieden Medien, Stilwandel oder auch dem Transfer von Formen nachzuspüren, kulturelle Austauschprozesse aufzudecken sowie visuelle Kanons zu dekonstruieren und analysieren.

Leitung: Prof. Dr. Siegfried Handschuh (Digital Libraries and Web Information Systems)

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